natur-kraft-energie – Die Kombination für Ihr Wohlbefinden

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Eine Kurz-Zusammenfassung über das Moor

Was sind Moore?
Moore sind einzigartige Naturlandschaften, beherbergen seltene Tiere und Pflanzen und erfüllen somit eine Funktion im Naturkreislauf. Wir kennen:

  • Niedermoore  > diese sind gespiesen durch Grundwasser, Seewasser oder Überflutungen
  • Übergangsmoore  > dort findet man niedermoor- und hochmoorartige Anteile, die sich nur durch genügend Wasserzufuhr zu Hochmooren entwickeln können
  • Hochmoore  > diese sind gespiesen durch Oberflächenwasser, Regen oder Hangwasser

Die oberste hellbraune Schicht nennt man beim Hochmoor «Weisstorf», die gut humifizierte untere schwarz-braune Schicht «Schwarztorf». Daraus wird für gesundheitliche Zwecke der wertvolle Naturrohstoff «Torf» bzw. «Moor» gewonnen. Die Qualität ist von der Flora und Fauna des jeweiligen Hochmoores beeinflusst.
Archäologische Funde über die Nutzung reichen 4000 Jahre zurück. Schriftliche Aufzeichnungen gibt es ab dem 12. Jahrhundert. Der Torf wurde hauptsächlich für Brennmaterial verwendet. In Irland wird heute noch gegen 10% des Energieverbrauches durch Torfabbau gedeckt. Ähnlich sieht es in Finnland, Schweden u. Russland aus. In Deutschland werden ca. 10 Millionen m³ für den Gartenbau verwendet, ca. ½ Mill. m³ für Brenntorf und nur 40‘000 m³ für gesundheitliche Zwecke. Das entspricht ca. 4%. Heute unterliegt der Abbau für die medizinische Torfverwendung strengen Vorschriften und Moorrevitalisierungskonzepten und es dürfen nur noch bereits genutzte, konzessionierte Moore abgebaut werden.
Die Naturwissenschaft bezeichnet die Landschaft, also das Ökosystem, als Moor. Der daraus gewonnene Naturrohstoff für gesundheitliche und industrielle Zwecke als «Torf». Für den Verbraucher ist es aber immer noch das «Moor» und jährlich steigen Millionen von Menschen in Moorbäder und nutzen den wertvollen Naturstoff für ihre Gesundheit. Sei es zur Linderung von Schmerzen, zum Regenerieren, zum Wohlfühlen, zur Körperpflege usw.

Eigenschaften
Der wertvolle Rohstoff «Moor», auch schwarzes Gold oder schwarze Daunen genannt, gehört zu den Peloiden («pelos» (griechisch) = Sumpfschlamm). Häufig wird Moor mit Fango verglichen. Fango ist ein Mineralschlamm (Vulkangestein) und somit anorganisch und wirkt nur thermophysikalisch. Die Wirkung auf den Organismus ist im Vergleich zum Moor sehr gering. Moor hingegen besteht überwiegend aus organischen Substanzen (aus belebtem Ausgangsmaterial wie Pflanzen, Bäume, Heilkräuter, Samen usw.) und wird vom Organismus aufgenommen. Je nach Humifizierungsgrad ist auch die Wirksamkeit. Die Pflanzen usw. sind nicht verwest (da unter Luftabschluss), sondern vertorft bzw. humifiziert. Diese Moorpflanzen, die spezifische Stoffe enthalten, werden bei medizinischer Anwendung aktiv wie schweiss- u. harntreibend, schmerzstillend, fiebersenkend, Kreislauf aktivierend, kräftigend und ausgleichend wirkend auf Körper und Organismus, wirksam gegen Rheuma, magenstärkend, appetitanregend, usw. Fast alle Moore weisen antibakterielle, antivirale und fungistatische (Pilzwachstum hemmende) Wirkung auf.

Moortherapien

Bereits 60 Jahre n. Chr. gibt es Berichte über die Schlammtherapie. Die alten Römer und die Krieger Ägyptens pflegten mit Moor ihre Wunden. Die medizinische Moorbad-Anwendung hingegen ist relativ jung, ca. 200 jährig. Bad Elisen (1802) gilt als das älteste Moorbad Europas. Die medizinische Badeheilkunde wird Balneologie genannt. Unzählige Studien beweisen heute, dass Heilmoor nicht nur thermophysikalische, sondern auch biochemische Wirkung besitzt. Dabei spielt die Huminstoffgruppe (vor allem Huminsäure) eine sehr wichtige Rolle. Nebst vielen Spurenelementen und Mineralstoffen sind auch Enzyme, Vitamine, Östrogen, Glucose, ätherische Öle usw. enthalten. All die Studien zeigen aber auch, dass Torf nicht gleich Torf ist (Moor nicht gleich Moor). Die antibakterielle Wirkung ist z.B. auch im 1. Weltkrieg genutzt worden, wo es das meistverwendetste Wund- pflegemittel war. Selbst im Afghanistankrieg wurde diese Wirkung wieder genutzt. Die Huminsäuren sind u.a. entzündungs-hemmend, absorbierend und binden Giftstoffe. Sie haben aber auch die Fähigkeit, Nervenenden zu beruhigen. Es wurde ebenfalls nachgewiesen, dass Huminsäuren UV-Strahlen der Sonne absorbieren können.

Die Einzigartigkeit des Moores

Diese liegt neben vielen guten Einzelwirkungen vor allem in seiner ganzheitlichen Wirkungsweise. Ein Beispiel:
Sie machen wegen Rheuma-Beschwerden eine Moor-Badekur. Als Zugabe wird Ihr Immunsystem stimuliert, Ihr Kreislauf stabiler, Ihre Haut glatt, samtig und rein, der Stoffwechsel angekurbelt und das vegetative Nervensystem erhält auch noch eine Stimulation.
Fazit: Das Moor ist durch all diese vielfältigen Wirkungen auf den gesamten Organismus zu einem der wertvollsten, kaum zu ersetzenden Naturheilmittel unserer Zeit geworden. Es wird also nicht zu Unrecht, gesundheitlich gesehen, auch «das schwarze Gold» genannt.

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